"Die Zeit ist reif"

Presseerklärung zur Diskussion um die Einrichtung eines länderübergreifenden Biospärenreservates im Bereich der Schaalsee-Region

„Die Veranstaltung zum 20 jährigen Bestehen des Zweckverbandes Schaalsee – Landschaft hat nach Auffassung des Landtagsabgeordneten Peter Eichstädt,  SPD, deutlich gemacht:

Die Zeit ist reif für einen neuen Anlauf zu einem gemeinsamen Biosphärenreservat  der Länder Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern im Bereich der Schaalsee-Landschaft.

Während auf Mecklenburger Seite ein solches Reservat bereits seit Jahren besteht, hat sich in Schleswig-Holstein das Gebiet der Schaalsee – Landschaft  in dem gemeinsamen Zweckverband ebenfalls sowohl unter Naturschutz – Gesichtspunkten als auch touristischen Effekten grundsätzlich positiv entwickelt.

Ein gemeinsames Biosphärenreservat würde aber für alle beteiligten Vorteile bringen. Es entstünde eines der größten Gebiete dieser Art unter  gemeinsamer Verantwortung und Führung.  Es könnte allein durch seine zusammenhängende Größe noch mehr an Leuchtkraft und Attraktivität gewinnen, was dem Naturschutz, aber auch dem Tourismus zugute käme.

Peter Eichstädt: „Das Naturschutzgebiet, dass erst seine Entwicklungschancen durch die Trennung der beiden Deutschen Staaten und die damit verbundene Unberührtheit der Natur erhalten hat, könnte nun zusätzlich durch ein gemeinsames, die Grenze überschreitendes Biosphärenreservat, zu einem Naturschutzdenkmal  der deutsch – deutschen Wiedervereinigung werden.“

Es müsse möglich sein, die seit Jahren bestehenden Vorbehalte vor allem im Bereich der Landwirtschaft auszuräumen. Die vertraglichen Vereinbarungen, die zum Zwecke des Naturschutzes mit Landwirten getroffen sind,  würden weiterbestehen und die ausgewiesenen  Schutzflächen würden im bestehenden Umfang für die Ausweisung als Biosphärenreservat ausreichen. Zusätzliche Eingriffe in landwirtschaftlich genutzte Flächen können daher ausgeschlossen werden.

Eichstädt weiter: „Nach meinem Eindruck haben viele Landwirte in der Region, die inzwischen auch von  eigenen angeboten im touristischen Bereich profitieren,  erkannt, dass ein biosphärenreservat für sie Vorteile bringt.“

Hoffnung macht die positive Bewertung eines gemeinsamen Biosphärenreservates durch die  Umweltministerin von Schleswig – Holstein, Frau Rumpf, die auch zu berichten wusste, dass der Innenminister und MdL aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, Klaus Schlie, einem solchen Projekt ebenfalls positiv gegenüberstehe.

Die Fraktionen des Lauenburgischen Kreistages sollten einen gemeinsamen  Anlauf machen und den Dialog mit den betroffenen  Menschen in der Region suchen. Im Land jedenfalls scheinen die Türen offen zu stehen. Allerdings wartet man dort auf eine Initiative aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg.“

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